K 29 - Nein Danke! (Mai 2011)
Mit Drs.Nr. 70/11 des Kreises Düren wurde im Kreis-Bauausschuss folgendes Thema beraten:
Ausbau K 29 in der OD Schneidhausen Neubau K 29n, Durchstich zur L 249 Die Grünen lehnen den Neubau einer Brücke über die Rur selbstverständlich sehr deutlich ab! Unser Vertreter im Kreis-Bauausschus hat sich deutlich gegen Variante 3 ausgesprochen, die Umweltverträglichkeits - Studie aber laufen lassen, da er sich aus den Ergebnissen klare Argumente verspricht, die unsere Ablehung untermauern. Dies darf aber ausdrücklich nicht so ausgelegt werden, als seien wir für die Baumaßnahme. Wie wir hörten, gab es da wohl Fehldeutungen. Die Bilder von Georg Schmitz aus der Stadtratsfraktion zeigen die Fläche zwischen Düren-Niederau und Kreuzau, für die die Untersuchungen nun laufen. Für uns ist nicht vorstellbar, was sich die Straßenbaubefürworter da denken.... Zur Information nun die Vorlage (Text der Verwaltung - unkommentiert!) aus dem Kreis-Sitzungsdienst (www.kreis-dueren.de): Der Ausbau der K 29 in der Ortsdurchfahrt Schneidhausen steht im Ausbauprogramm. Dieser Straßenausbau wird als erstmaliger Ausbau einer verkehrswichtigen Straße im Rahmen des Entflechtungsgesetz (früher GVFG) durch die Bez.-Reg. Köln gefördert. Es wurde ein Vorentwurf erarbeitet, auf dessen Grundlage eine Programmanmeldung in 2010 bei der Bez.-Reg. Köln eingereicht wurde. Im Programmgespräch im Oktober 2010 wurde die Maßnahme in den Anhang gesetzt mit der Begründung, dass alternative Trassenführungen möglich sind, deren Prüfung für sinnvoll angesehen wird. Zu beachten ist, dass eine Förderung nur für eine Variante möglich ist (abhängig vom Kosten – Nutzen – Verhältnis) und damit die weiteren Varianten langfristig nicht mehr gefördert werden. Daraufhin wurden die folgenden Trassen einem Variantenvergleich unterzogen: • Variante 0: Ausbau der vorhandenen Trassenführung • Variante 1: Trassierung unter Nutzung des Parkplatzes (Hoesch) • Variante 2: Trassierung östlich Logistik-Zentrum (vorhandene Rurquerung) • Variante 3: Gerader Durchstich zur L 249 (neue Rurquerung) Im Ergebnis zeigt sich, dass der Durchstich der Variante 3 eine denkbare und damit weiter verfolgbare Trassenoption ist. Die Trassierung verläuft im Bereich von bereits vorhandenen Wegen und Leitungen (ökologische Vorbelastung), erfordert jedoch eine neue Rurquerung. Ferner bietet der Durchstich zur L 249 die Option der Weiterführung als Ortsumgehung Niederau. Auf Basis des Kreisverkehrsgutachtens wurde eine erste Abschätzung der Verkehrsentwicklung vorgenommen. Für die Ortschaft Schneidhausen wird eine Reduzierung der Verkehrsbelastung erwartet, für Niederau dagegen eine Erhöhung. Die einzelnen Verkehrsbelastungen sind folgender Tabelle zu entnehmen: Straße / Ortschaft Verkehrszählung ohne K29n/Belastung mit K29n/ Differenz K 29 Schneidhausen 4.720 Kfz / 24h 1.490 Kfz / 24h - 3.230 Kfz / 24h L 327 Niederau 9.060 Kfz / 24h 9.810 Kfz / 24h + 750 Kfz / 24h K 29 n 7.000 Kfz / 24h Im Rahmen des Kreisverkehrsgutachtens wird die K 29 als wichtige Querverbindung beschrieben, die Kreuzau und den Südkreis über die K 27 an die A 4 anbindet (geplante Anschlussstelle Luchem). Hierdurch entsteht eine attraktive Verbindung mit dem Großraum Aachen. Der Ausbau des Teilstückes der K 29 ab Rurquerung (inkl. neuer Brücke) bis zum ausgebauten Abschnitt in abweichender Trasse (vergleichbar Variante 2) erhielt Rang 5 in einer im Rahmen des Verkehrsgutachtens erstellten Prioritätenliste von insgesamt 14 bewerteten Straßenbauprojekten. Die Ortsumgehung Niederau, die als Fortführung der Verbindung K 29 zur B 56 gesehen werden kann, ist vom Gutachter in der vorgenannten Prioritätenliste auf Rang 1 gesetzt worden. Eine in 2008 durchgeführte Erhebung bei den betroffenen Kommunen und beim Landesbetrieb zu den beiden Straßen Durchstich der K29 zur L249 und Ortsumgehung Niederau hat gezeigt, dass der Landesbetrieb die Verkehrsbedeutung analog dem Kreisverkehrsgutachten einstuft. Die Gemeinde Kreuzau unterstützt den Planungsvorstoß zur K 29n ebenfalls, wohingegen die Stadt Düren den Vorhaben negativ gegenüber steht. Daraufhin wurden beide Vorhaben zum damaligen Zeitpunkt als nicht realisierbar eingestuft. Aufgrund der dargelegten Ergebnisse ist die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsstudie sinnvoll, um auf dieser Grundlage entscheiden zu können, welche Trassenvariante weiter verfolgt werden soll. Pressetext aus den Nachrichten | |||||||||||||||
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