Schweinemastanlage in Thum (Jan.2012)
| Aus den Aachener Nachrichten vom 24.01.2012: Kreuzau. Der niederländische Investor, der im Kreuzauer Ortsteil Thum eine Schweinemastanlage errichten will, ist nach fast zwei Jahren Vorbereitungszeit jetzt in der Lage, alle Bedingungen zu erfüllen. Das hat er der Verwaltung in Kreuzau vor wenigen Tagen mitgeteilt. In dem geplanten Betrieb sollen 1440 Schweine gemästet werden, und das 2,5 Mal im Jahr. Eine Bürgerinitiative hat, unterstützt von Rat und Verwaltung, seit Mai 2006 mit rechtlichen Mitteln gegen die Errichtung der Anlage gekämpft. Doch die scheint jetzt nicht mehr zu verhindern zu sein. Vom Kreis waren dem Investor Auflagen bezüglich Umweltschutz und Landschaftsschutz, Naturschutz und Wasserschutz sowie Tierschutz gemacht worden. Es wurde sogar das Verwaltungsgericht in Aachen eingeschaltet. Der Mann hatte dagegen geklagt, dass der Kreis Düren sich als Genehmigungsbehörde auf die Seite der Kreuzauer gestellt hatte und die Baugenehmigung versagte, und er hat gewonnen. Sodann hat der Investor bereits ein Grundstück in Thum erworben, zu dem aber eine Straße führen soll, die erst noch gebaut werden muss. Am Bau dieser Straße muss sich der Investor mit 50.000 Euro beteiligen. Es war aber in den vergangenen anderthalb Jahren nie dazu gekommen, dass diese Summe tatsächlich hinterlegt wurde. Diese letzte Auflage könne er jetzt erfüllen, hat der Investor der Gemeindeverwaltung signalisiert. Dezernent Siegfried Schmühl hat daraufhin die Bürgerinitiative informiert. Die Menschen in Thum befürchten massive Geruchsbelästigungen, weil große Mengen Gülle anfallen. Der Standort befindet sich nur wenige hundert Meter von der bebauten Ortslage entfernt. Astrid Hohn, Geschäftsführerin der Bürgerinitiative, lehnt Massentierhaltung ab und erinnert an Antibiotika-Skandale. Sie sagte auf Anfrage der «DN», ohne Unmengen von Antibiotika «halten die zusammengepferchten Tiere ihr krankes Leben nicht lange genug aus, um dem Investor den Profit zu erwirtschaften». |

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